Trauerfall

TIPPS für den Ernstfall…

Vor dem Trauerfall :

Es empfiehlt sich lieber zu früh als zu spät Gedanken über einen Todesfall zu machen. Sei es der eigene, oder der des Lebenspartners – wer auch immer!
Es gibt z. B. Ordner zu kaufen („Meine persönliche Vorsorge“ oder ähnliches – siehe Bücherei oder Internet!), die nützliche Tipps enthalten, was unmittelbar zu tun ist, was für Behördengänge anstehen, oder was man bei einem Testament zu beachten hat. Rechtzeitig sollte man vorher schon eine Liste zusammengestellt haben, was zu tun ist.
Ebenso wäre es nicht abwegig eine Liste mit Personen anzufertigen, wer nach dem Tode darüber informiert werden soll? Natürlich mit Adresse oder wenigstens Tel. Nr.

Wenn dann der Ernstfall eingetroffen ist, hat man eine wertvolle Hilfe! Vieles muß getan werden, und wenn man sich vorher mit dieser Thematik beschäftigt hat, bzw. eventuell in einer Pietät informierte, ist man nicht erschlagen von den vielen Aufgaben, die auf einen warten!

Der Tag des Todes wird kommen, umso vernünftiger ist es, sich sachlich darauf vorzubereiten. Ebenso bieten sich viele Bücher als »Ratgeber« an, um einen Einblick in die Seelenlage eines Betroffenen zu erhalten. Doch auch die nehmen einem nicht die schwere Aufgabe ab, sich mit dem Tod individuell ganz persönlich zu beschäftigen…

Der Trauerfall :

Jetzt ist der Moment gekommen, von dem die meisten Menschen hoffen, ihn nie zu erleben! Vielleicht hat man sich schon vorher Gedanken gemacht, was zu tun ist, würde der Fall einmal eintreten, aber nun ist es soweit.

Wichtig ist gerade in dieser harten Zeit, einen verständnisvollen Lebenspartner oder guten Freund zu haben. Allein mit dem Tod eines geliebten Menschen fertig zu werden, ist vielleicht nicht unmöglich, aber sehr schwer.
Wer beispielsweise alles einer Pietät überläßt, muß deutlich nach den Gesamtkosten fragen, denn umso unangenehmer könnte später der Tag sein, andem die Rechnung erscheint!

Wer alles selber erledigen möchte, sollte einen starken Charakter besitzen. Und / oder einen Freund/Bekannten fragen, der eventuell schon in dieser Situation war.

Durch die Situation bedingt, wird man sich mit dem Toten auseinandersetzen – mindestens für die nächsten Wochen oder Monate! Vielleicht hat man noch nie so intensiv über diese Person nachgedacht, wie jetzt.
Eventuell kommt man zu der Erkenntnis, wichtige Dinge versäumt zu haben; Themen, die nie besprochen worden sind, oder ganz einfach Dankbarkeit gezeigt zu haben!
Sicherlich wird es vielen Menschen so gehen, denn wirklich niemand ist perfekt. Zu dem Sterben haben viele Philosophen etwas geschrieben, darunter manch wahre Worte; doch letztendlich bleibt es keinem erspart, seine eigenen Erfahrungen zu machen. Der Todesfall ist und bleibt unausweichlich, hart, traurig, sowie die letzte Station eines Menschen im Leben…

R. Mahler

TRAUERFALL-LISTE
Wichtiges: Stirbt der Angehörige zu Hause, muss man den Haus- oder Notarzt (Tel. 112) verständigen – der stellt eine Todesbescheinigung aus.
Übrigens darf z. B. in Hessen ein Verstorbener mit Zustimmung des Gesundheitsamtes bis zu 36 Stunden im Haus bleiben.
Ist der Angehörige im Krankenhaus- oder Heim verstorben, stellt der zuständige Arzt vor Ort den Totenschein aus.
Nach Wunsch kann ein Priester hinzugerufen werden für
1. Verstorbenen aussegnen
2. Angehörige trösten

Es sollte der Ort für die Überführung genannt werden.
(Ab hier ist normalerweise die Pietät zuständig, die dann mit Ihrer Vollmacht alle Formalitäten erledigt!)


Das Standesamt stellt eine Sterbeurkunde aus, sie sollte in mehreren Ausfertigungen vorhanden sein. Am besten gleich 5 Stück mehr beantragen. Da dieses wichtige Dokument zur Vorlage bei verschiedenen Behörden und Institutionen benötigt wird. Wie z.B.:

Friedhofsamt,
Rententräger,
Krankenkasse,
Versicherungen,
Geldinstitute,
Nachlassgericht,
etc.

Jetzt geht es um die wichtige Entscheidung für eine Erd-, Feuer-, Wasser-, Luft-, Wald-, oder Berg-Bestattung?
Es gibt auch Alternativen, die nicht unbedingt legal aber möglich sind und am Ende aufgeführt werden.

Wie soll die Trauerfeier aussehen, wenn eine gewünscht ist vom Verstorbenen oder den Angehörigen? Wie das Grab? Die Todesanzeige?

Hier ist es vorteilhaft zu Lebzeiten des Verstorbenen mit ihm darüber geredet zu haben. Sicherlich kein schönes Thema, aber ein Wichtiges.

Der Todesfall muss umgehend dem Standesamt gemeldet werden. Dazu werden folgende Unterlagen benötigt:

– Todesbescheinigung
– Personalausweis des Verstorbenen
– und der meldenden Person
– Auszug aus dem Familienbuch
(Familienregister)
– und / oder Heiratsurkunde
– sowie andere Urkunden zum Familienstand

Trauerfeier?

Sollte der Verantwortliche für die Beerdigung des Verstorbenen, deren Familie oder Freunde und Bekannte kennen, mit ihnen also in Kontakt stehen, wäre eine konventionelle Trauerfeier angebracht, damit die Menschen an der Trauer teilhaben können.

Gibt es aber z. B. einen Angehörigen der mit den Menschen, die mit dem Verstorbenen zu tun hatten, sonst nie in Kontakt stand, ist durchaus zu überlegen, eventuell keine Trauerfeier mit anschließender Mahlzeit oder nur eine Trauerfeier abzuhalten!
Diese gewichtige Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen- wobei dies wohl eher für grössere Städte denkbar wäre, aber weniger auf dem Land.

Formalitäten für die Bestattung auf dem Friedhof:

Bei der Friedhohfsverwaltung eine Grabstelle zuweisen lassen und Termin der Bestattung festlegen.

– Prediger bestellen
– Grabstein bestellen
– Kirchenglockenläuten bestellen
– Organisten bestellen
– Träger bestellen
– In Gärtnerei Kränze, Sargbukett, etc. bestellen
– Trauerbriefe drucken und versenden lassen
– Zeitungsanzeige aufgeben
– Bewirtung für die Trauergemeinde bestellen

Ausserdem:

Neben den Behörden, sollten auch eventuell Vereine, Verbände, Steuerberater, etc. verständigt werden. Bei einer Mietswohnung der Vermieter.
Was passiert mit dem Nachlass des Verstorbenen- gibt es ein Vermögen, Erben, Testament?
Bestehen Verbindlichkeiten, Schulden oder Bürgschaften?
Die Wohnung oder das Haus, sowie dessen Eigentum – was passiert damit?

Nicht vergessen alle Rechnungen / Quittungen gut aufzuheben für die Lohn- oder Einkommensteuererklärung!

War der Verstorbene mit einer Organspende einverstanden?

Alternativen:

Viele Angehörige wollen die Asche des Verstorbenen bei sich im Haus aufbewahren oder im eigenen Garten beerdigen, doch der Deutsche Friedhofszwang steht dem entgegen. Wer flexibel ist und keine Mühen scheut, kann seine Wünsche realisieren:
Entweder über den Niederlanden oder der Schweiz. Dort gibt es Dienstleister, zu denen man die Asche des Verstorbenen schicken lassen kann, um sie dann später per Post oder Selbstabholung wieder zu erhalten…

Weiterführende Links:
Oase der Ewigkeit (Schweiz)

Yarden (Niederlande)

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